Konzept und einzelne ausgewählte Exponate
Im November 2009 wurde das Unterhachinger Heimatmuseum im anspruchsvolleren Rahmen in Unterhaching, Hauptstraße 51, wieder eröffnet. Im Museumskonzept nehmen die Vor- und Frühgeschichte eine wesentliche Stellung ein, da das Hachinger Tal Siedlungsfunde aus drei Jahrtausenden aufweist und damit spannende Einsichten in die frühe Siedlungs- und Bevölkerungsstruktur dieses Raumes zur Jungstein- und Keltenzeit sowie zur Zeit um Jahr 500 n. Chr. (Landnahme der Bajuwaren) vermittelt. Breiten Raum nehmen dabei insbesondere die Funde vom Rodelberg, von der sog. Stumpfwiese, vom Utzweg und vor allem vom Glonnerfeld ein. Urkunden, Karten und Fotos veranschaulichen die weitere Entwicklung Unterhachings im Mittelalter, wobei nicht nur die Zugehörigkeit der Region zur Grafschaft Haching, zur Grafschaft Wolfratshausen und insbesondere zum Herzogtum Bayern, sondern auch die Einflüsse der Klöster Tegernsee, Schäftlarn und Dießen illustriert werden.
Auch die wirtschaftliche, soziale und kirchliche Entwicklung des Dorfes findet Berücksichtigung. Im sog. „Wolfratshauser Kuchlbuch“ werden die ersten Ortsbewohner greifbar. Belege aus der Epoche des Dreißigjährigen Krieges und der Pestzeit lassen Leid und Not der Zeitgenossen erahnen.
Der Anbruch einer neuen Zeit wird an zwei Beispielen fassbar: an der zunehmenden Bedeutung der durch Unterhaching führenden Fernstraße von München in Richtung Tölz bzw. Tegernsee und von dort nach Tirol und
über die Alpen nach Italien sowie an den grundherrschaftlichen Veränderungen. wie sie vor allem am Beispiel des Schrenkhofes, einem der schönsten und traditionsreichsten Unterhachinger Höfe, fassbar werden.
Breiten Raum nehmen außerdem Ausstellungsstücke aus der Kirchen-, Schul- und Handwerksgeschichte ein. Ferner stellen sich mehrere, vor dem Zweiten Weltkrieg gegründete Vereine vor. Ergänzende Sonderveranstaltungen (vor allem in Form von Konzerten und Vorträgen) sollen zudem fortan die Attraktivität des Heimatmuseums unter Beweis stellen.